Über und - Holzhandel Zahn seit 1995
Festzeltmöbel Zahn heute
Was 1998 mit drei Lastzügen unverkäuflicher Holzplatten und der Frage "Was mache ich jetzt damit?" begann, entwickelte sich über viele Jahre zu Festzeltmöbel Zahn.
Heute produzieren wir am Standort 36110 Schlitz in Hessen saisonabhängig mit neun bis achtzehn Mitarbeitern.
Aus den ersten Bierzeltgarnituren entstanden im Laufe der Jahre zahlreiche unterschiedliche Modelle und Sonderanfertigungen. Heute gehören neben klassischen Bierzelt- und Festzeltgarnituren auch Stehtische, Biergartenmöbel und individuelle Lösungen zu unserem Produktionsprogramm.
Dabei ist ein Grundgedanke aus den ersten Jahren bis heute geblieben:
Unsere Möbel sollen nicht einfach nur gut aussehen. Sie müssen für den professionellen Einsatz stabil und langlebig konstruiert sein.
Denn genau diese Lektion haben uns unsere allerersten Bierzeltgarnituren bereits 1998 beigebracht.
Wie alles begann
Die Geschichte von Festzeltmöbel Zahn
2025 - neue Website und mehr Übersicht
Für die neue Website wurde alle Produkte sauber strukturiert und können in gewünschte Varianten in Größe und Farbe für unsere Kunden individuell produziert werden.
2019 - mehr Platz für die weitere Entwicklung
2019 ergab sich schließlich die Möglichkeit, das unmittelbar benachbarte Autohaus zu erwerben.
Mit dem Kauf kamen ein großer befestigter Hof und eine sehr große zusätzliche Halle hinzu. Damit hatten wir endlich den dringend benötigten Platz für Produktion, Lagerung und die weitere Entwicklung des Unternehmens.
2018 - der nächste große Schritt in der Fertigung
2018 kündigte sich eine weitere Veränderung an. Die Behinderteneinrichtung wollte die Bearbeitung unserer Holzplatten nach und nach auslaufen lassen.
Damit standen wir erneut vor der Frage, wie wir einen wichtigen Teil unserer Produktion künftig organisieren.
Ende 2018 investierten wir deshalb in eine hochmoderne CNC-Maschine und holten damit auch die Bearbeitung der komplexeren Holzplatten in die eigene Fertigung.
Etwa zur gleichen Zeit fanden wir einen Hersteller für hochwertige Dreischichtholzplatten aus Douglasie.
Bis Mitte 2018 war unser Unternehmen bereits auf 16 Mitarbeiter angewachsen. Hallen und Betriebshof waren inzwischen vollkommen ausgelastet.
2005 - die erste eigene CNC-Fräsmaschine
Mit zunehmender Produktion wurde die Arbeit auch für die Behinderteneinrichtung immer umfangreicher.
2005 kauften wir deshalb die bis dahin gemieteten Hallen und installierten unsere erste eigene CNC-Fräsmaschine.
Nach heutigen Maßstäben war die Maschine uralt und technisch stark eingeschränkt. Sie konnte eigentlich nur gerade Platten für Bierzeltgarnituren bearbeiten.
Das konnte sie allerdings in atemberaubender Geschwindigkeit.
Die Behinderteneinrichtung fertigte weiterhin die aufwendigeren Rundbankplatten und runden Tischplatten für uns.
Zu diesem Zeitpunkt war unser Team bereits auf sieben Mitarbeiter angewachsen.
2001 - die erste runde Bierzeltgarnitur
Im Jahr 2001 entstand dann etwas Neues.
Mit einer Stichsäge schnitt ich die ersten Holzplatten für eine runde Bierzeltgarnitur zurecht. Anschließend wurden passende Untergestelle konstruiert.
So entstand unsere erste runde Bierzeltgarnitur.
Sie wurde sofort fotografiert und beim Deutschen Patent- und Markenamt als Gebrauchsmuster beziehungsweise Geschmacksmuster angemeldet und in das Musterregister eingetragen.
Inzwischen beschäftigte das Unternehmen fünf Mitarbeiter.
Der nächste Rückschlag
Gerade als es gut lief, ging der Hersteller unserer Holzplatten in Konkurs.
Ein geeigneter Ersatzlieferant ließ sich nicht finden. Deshalb kauften wir dreischichtige Möbelholzplatten im Großformat von 5,05 x 2,05 Metern ein.
Nun entstand allerdings das nächste Problem: Kein Betrieb in unserer Umgebung wollte diese großen Platten für uns zuschneiden, bohren und fräsen. Die Begründung war immer ähnlich: Zu viel Handarbeit.
Als ich einem ehemaligen Schulkollegen davon erzählte, reagierte er völlig anders: "Wie, was, viel Handarbeit? Das ist doch optimal für uns. Ich bin Leiter der Behinderteneinrichtung Tischlerei Richthof. Genau so etwas benötigen wir."
So begann 1999 eine Zusammenarbeit, die für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens sehr wichtig wurde. Die Holzplatten für unsere Bierzeltgarnituren wurden fortan in der Behinderteneinrichtung zugeschnitten, gebohrt und gefräst.
Von den Profis lernen
Bei meinen Besuchen hatte ich den Getränkehändlern und Festzeltbetrieben genau zugehört. Sie erklärten mir sehr deutlich, welche Anforderungen eine Bierzeltgarnitur erfüllen muss, wenn sie nicht nur gelegentlich im privaten Garten, sondern professionell und über viele Jahre eingesetzt werden soll.
Also ging es zurück zum Gestellhersteller. Die Vorgabe war diesmal eindeutig: deutlich stabileres Material.
Die nächsten Garnituren waren entsprechend robuster ausgeführt. Diese Brauereigarnituren kamen bei den Einkäufern der Festzeltbetriebe wesentlich besser an.
Der erste Mitarbeiter wurde eingestellt und langsam begann das Geschäft zu funktionieren.
Die ersten Bierzeltgarnituren - und das böse Erwachen
Nach monatelanger Suche fand ich schließlich einen Hersteller für Untergestelle und Schnappschlösser. Die ersten Bierzeltgarnituren wurden zusammengebaut, einige Mustergarnituren auf meinen Pickup geladen und ich fuhr damit zu Getränkehändlern und Festzeltbetrieben.
Dann kam das böse Erwachen.
Die Garnituren waren zu schwach.
Sowohl die Holzplatten als auch die Gestelle entsprachen höchstens einer guten Baumarktqualität. Für den professionellen Einsatz bei Getränkehändlern, Brauereien und Festzeltbetrieben waren sie nicht robust genug.
Schließlich fand sich ein Baumarkt, der die gesamte Produktion zum Niedrigpreis abnahm.
Wirtschaftlich war das kein besonders erfreulicher Anfang. Für die weitere Entwicklung unseres Unternehmens war diese Erfahrung jedoch entscheidend.
1998 - Holz war da, Geld war weg
1998 hatte der Holzhandel Zahn einen Hersteller von Bierzeltgarnituren als Großkunden. Für diesen Kunden waren drei komplette Lastzüge mit fertig verleimten Holzplatten vorgesehen.
Kurz vor der Auslieferung kam die Nachricht: Der Kunde hatte Konkurs angemeldet.
Die Holzplatten waren fertig produziert und versandbereit. Einen anderen Abnehmer für diese speziell angefertigte Menge zu finden, war praktisch aussichtslos. Also wurde das Holz nach Schlitz geliefert und zur Einlagerung eine Halle angemietet.
Die Situation ließ sich ziemlich einfach zusammenfassen:
Holz war da. Geld war weg!
An dieser Stelle müsste ich mich eigentlich heute noch bei der Raiffeisenbank bedanken. Ein Anruf genügte und mein Kontokorrent wurde ohne zusätzliche Sicherheiten erheblich erhöht.
Nur eine Frage blieb: Was mache ich mit dem ganzen Holz?
Die Antwort lag eigentlich auf der Hand: Wenn die Platten für Bierzeltgarnituren hergestellt worden waren, mussten wir eben selbst Bierzeltgarnituren daraus machen.
1995 - der Anfang als Holzhandel
Mitte 1995 gründete ich den Holzhandel Zahn und begann mit Rund- und Schnittholz zu handeln.
Wer diese Zeit miterlebt hat, erinnert sich wahrscheinlich noch daran, wie die ersten Computer Einzug in die Unternehmen hielten. Windows 95 war aktuell und das Internet für die meisten Betriebe noch völliges Neuland.
1997 war ich trotzdem der Meinung, dass auch ein kleiner Holzhandel eine eigene Internetseite braucht. So entstand die Domain holzhandel-zahn.de.
Diese Internetadresse gibt es bis heute - obwohl es den eigentlichen Holzhandel bereits seit 1998 nicht mehr gibt. Deshalb trägt unsere Website auch heute noch den Namen Holzhandel Zahn.
Bis 1995 - Erfahrungen mit Holz von Jugend an
Bis 1995 war ich, Markus Zahn, heutiger Inhaber von Festzeltmöbel Zahn, als Produktionsleiter im Sägewerk Holzwerk Schlitz tätig. Dort wurden unter anderem einschichtige und dreischichtige Schaltafeln hergestellt.
Schon damals fiel mir auf, wie groß die Unterschiede zwischen ein- und dreischichtigen Holzplatten hinsichtlich Stabilität, Haltbarkeit und Gebrauchseigenschaften waren. Einschichtige Schaltafeln konnten auf dem Bau teilweise nur etwa fünfmal eingesetzt werden. Dreischichtige Schaltafeln dagegen wurden häufig 20- bis 25-mal verwendet. Diese Erfahrung mit dem Werkstoff Holz sollte einige Jahre später noch eine wichtige Rolle spielen.